Frage 1: Wenn es um Wohnen geht: Welche Versicherungen sind wichtig?

In Deutschland haftet jeder für die Folgen seines Handelns, daraus können wirklich Existenz bedrohende Schadensersatzansprüche entstehen, deswegen ist eine private Haftpflichtversicherung unverzichtbar.

Was ist wichtig für Mieter?

Neben der gerade genannten Haftpflichtversicherung ist für den Mieter mit Sicherheit eine Hausratsversicherung wichtig. Jeder hat eine gewisse Wohnungseinrichtung und da kommen schnell mal ein paar zehntausend Euro zusammen. Die Absicherung dieses Eigentums gegen Gefahren wie Feuer, Leitungswasser und andere Gefahren ist wirklich wichtig.

Was ist wichtig für Eigentümer?

Für Eigentümer ist es so, dass ein Grossteil ihres Vermögens in dieser Immobilie steckt und deswegen ist es sehr wichtig, dieses Eigentum vernünftig abzusichern. Dafür gibt es die Wohngebäudeversicherung, die für die Wiederherstellung eines beschädigten Gebäudes aufkommt – nach Feuer, Leitungswasserschäden, Sturm und Elementar-Ereignissen wie Flut oder Starkregen. Wenn das Haus abgebrannt ist, dann stellt das wirklich den finanziellen Ruin vor die Tür.

Dann muss man noch unterscheiden, wie die Immobilie genutzt wird. Bei einer selbstgenutzten Immobilie sind die Haftpflichtrisiken, die von der Immobilie ausgehen, über die Privat Haftpflichtversicherung abgesichert. Da geht es beispielsweise um Verkehrssicherheitspflichten durch Schneeräumen oder etwa auch um den Dachziegel, der bei Sturm herunter fällt und das darunter parkende Auto vom Nachbarn beschädigt. Handelt es sich um eine vermietete Immobilie, dann ist hierfür eine Haus- oder Wohnungshaftpflichtversicherung notwendig.

Frage 2: Was leistet eine Hausratsversicherung?

Eine Hausratsversicherung leistet Ersatz für die Wohnungseinrichtung also Möbel, Elektrische Geräte usw. gegen Gefahren wie Feuer, Leitungswasserschäden, Sturm, Überspannung aufgrund von Gewittern oder Elementargefahren wie Hochwasser, Schneedruck und Starkregen. Das Besondere an der Hausratsversicherung ist: Sie ersetzt den Neuwert des Gegenstandes, der beschädigt worden ist.

Wie schätze ich den Wert meines Hausrats ein?

Das hängt davon ab, ob ich zum Beispiel ein Fahrrad habe, ob ich einen Garten habe, ob ich vielleicht teuere elektrische Geräte besitze. Hier gibt es bestimmte Bedarfsfelder, die sich individuell absichern lassen. Wir rechnen für normalen Hausrat mit 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das ist auch der Wert, ab dem wir auf die Prüfung einer Untermietversicherung verzichten. Das heißt: Hier leisten wir dann wirklich den Neuwert der beschädigten Sache, bis zur vereinbarten Summe. Für einen etwas höherwertigen Hausrat würden wir 850 Euro pro Quadratmeter empfehlen. Ab einer gewissen Grenze, also spätestens ab 150.00 Euro, würden wir dringend auch empfehlen, eine ordentliche Wertermittlung zu machen. Dafür hat der Fachmann der Allianz einen Wertermittlungsbogen, wo man die einzelnen Gegenstände wie Wertsachen, Schmuck, Mobiliar usw. einzeln durchgeht, um auf eine realistische Schätzung zu kommen. Gerade durch die Wertsachen kommt man schnell auf große Beträge. Und viele Leute unterschätzen, welche Werte sich in Form von Kleidern, Schmuck, Geräten und Möbeln in ihrer Wohnung angesammelt haben, durchaus erheblich.

Frage 3: Was brauchen Menschen, die bauen?

Da gibt es zwei besondere Versicherungen: Das ist zum einen die Bauleistungsversicherung und zum anderen die Bauherrenhaftplichtversicherung. Die Bauleistungsversicherung versichert alles, was sich während der Bauphase auf der Baustelle befindet. Da können ja auch schon viele Dinge beschädigt werden, und auch das Baumaterial ist hier mit versichert. Die Bauherrenhaftpflicht hingegen sichert die Haftpflichtrisiken aus dem Betrieb von so einer Baustelle ab. Darüber hinaus sollte man auch sehr frühzeitig die Wohngebäudeversicherung abschließen, weil damit zum Beispiel der fertig gestellte Rohbau bereits beitragsfrei gegen Feuer abgesichert ist. Davon abgesehen verlangen die meisten Hypothekengläubiger auch schon die Vorlage einer Versicherung, um überhaupt den Kredit zu gewähren.

Frage 4: Immer mehr Menschen wollen energieeffizient wohnen: Muss man eine Solaranlage extra versichern?

Man sollte bei der Beschreibung des Risikos Solaranlagen dringend angeben, weil sie natürlich den Wert des Objekts steigern. Man versichert ja immer die Wiedererrichtung des Gebäudes, so wie es da gestanden ist. Und deswegen fragen wir, wie das Haus gebaut ist – um daraus nachher die richtige Prämie zu bestimmen. Nur wenn uns das Risiko richtig beschrieben worden ist, können wir nachher im Schadenfall auch voll leisten. Aus dem Betrieb der Solaranlagen ergeben sich aber auch spezielle Risiken, zum Beispiel bei der Einspeisung des Stroms und der damit zusammenhängenden Vergütung – und auch diese Risiken lassen sich durch spezielle Versicherungen gesondert absichern.

Frage 5: Wie finde ich meinen persönlichen Versicherungsbedarf heraus?

Der Versicherungsbedarf hängt wirklich entscheidend von der individuellen Wohn- und Lebenssituation ab und da führt an einer vernünftigen Beratung kein Weg vorbei. Hier geht es um ein paar grundsätzliche Fragen: Was ist der Familienstand? Sind Kinder da? Wie alt sind die Kinder? Gibt es Wohneigentum? Wird zur Miete gewohnt? Hat jemand spezielle Hobbys? Daraus lassen sich dann relativ zügig die geeigneten Produkte identifizieren. Innerhalb der Produkte, haben wir dann sehr gut strukturierte Fragen, mit denen der spezielle Bedarf ermittelt wird. Wir bieten in jeder Versicherung einen Grundschutz an, aber darüber hinaus auch noch spezielle Deckungen. Und hier kann ich nur empfehlen: Die Allianzvertreter kommen auch gerne zu ihnen nach Hause und kriegen da einen Eindruck: Wie wohnt eigentlich der Kunde? Was besitzt er? Bestimmte Risiken sind dem Kunden einfach nicht präsent.