Infografik: Wie funktioniert Versicherung?

Wie funktioniert
Versicherung?

Das Leben ist schön, birgt aber auch Gefahren für Leib, Leben und Eigentum. Niemand kann alle Risiken alleine tragen. Deshalb schließen sich Menschen seit jeher zu Gemeinschaften zusammen, die dem Einzelnen im Unglücksfall beistehen – damit jeder das Wagnis Leben eingehen kann. Versicherungen leisten einen wichtigen Beitrag dazu. Vier Prinzipien sind dabei entscheidend:

Solidargemeinschaft -
viele fangen im Schadens-
oder Leistungsfall den
Einzelnen auf

Menschen bilden „Solidargemeinschaften“, damit sie im Ernstfall abgesichert sind. Früher hatten Großfamilien und Dorfgemeinschaften diese Funktion. Eine modernere Form ist die Versicherung: Hier zahlen viele Einzelne kleine Beiträge ein und schaffen damit zusammen das finanzielle Fundament, das jeden Einzelnen aus der Gruppe im Fall eines Falles trägt.

Faire Grundlagen -
das Sicherheitsnetz ist an
Regeln geknüpft

Damit sie fair und zuverlässig helfen kann, muss die „Solidargemeinschaft Versicherung“ genau festlegen, wann und unter welchen Bedingungen sie einspringt. Anderenfalls überfordert die Solidargemeinschaft ihre Mitglieder finanziell – etwa durch zu hohe Beiträge für den Einzelnen.

1. Regel: Definition

Der Schadensfall muss objektiv nachvollziehbar sein – wie ein Sturm, ein Blitz, eine Krankheit oder ein Autounfall.

2. Regel: Zufall

Dass ein Schaden eintritt und wer davon betroffen ist, muss auf Zufall beruhen: Man weiß vorher nicht, welcher Motorradfahrer konkret einen Unfall hat oder wessen Haus abbrennt.

3. Regel: Schadenshäufigkeit

Die Häufigkeit eines Schadens muss aus Statistiken früherer Schäden zu bestimmen sein. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahranfänger einen Autounfall verursacht, ist größer als bei jemandem mit längerer Fahrpraxis.

4. Regel: Schadenshöhe

Die Summe, die gezahlt wird, wenn etwas passiert, darf eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Denn sonst kann die Leistung für einen Einzelnen zu hoch für die Solidargemeinschaft sein. Deshalb werden z. B. bei der Kfz-Haftpflichtversicherung bei Schäden in der Regel höchstens 100 Mio. EUR bezahlt und bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die Rentenhöhe konkret vereinbart.

Gute Planung -
der Bedarf ist einschätzbar

Die genannten Grundlagen zeigen es schon: Eine starke Versichertengemeinschaft beruht auf genauen Planungen und Berechnungen. Versicherungen beschäftigen deshalb Mathematiker, die fortwährend versuchen, die Gefahren des Lebens zu errechnen, und dafür sorgen, dass ausreichend Geld für das Unvorhergesehene beiseitegelegt wird. Zugleich legen sie die Basis dafür, dass das Verhältnis von Versicherungsbeiträgen und -leistungen ausgewogen und damit die Beiträge für die Mitglieder der Solidargemeinschaft Versicherung planbar bleiben.

Verlässlichkeit -
keine Angst vor dem
Unglücksfall

Die vorher festgelegten Regeln sorgen dafür, dass es fair zugeht und dass die Versicherung genügend Rückstellungen für die Regulierung hat. So kann sie im Fall der Fälle für jeden Einzelnen einspringen. Mit dieser Sicherheit im Rücken fällt es den Mitgliedern der Gemeinschaft leichter, ihr Leben zu planen und auch mal etwas zu wagen – wie eine Familie zu gründen oder ein Haus zu bauen. Das Prinzip Versicherung schützt aber nicht nur Privatpersonen vor den finanziellen Folgen möglicher Unglücksfälle. Es ist auch unerlässlich, damit Wirtschaftsunternehmen Planungssicherheit haben und sich entwickeln können. Insofern helfen Versicherungen, die Funktionsfähigkeit einer modernen Gesellschaft und Volkswirtschaft zu sichern.